Der Abgeordnete
- Ein Tag im Leben eines Abgeordneten
- Der Wochenplan eines Abgeordneten
- Biographie
- Wichtige Stationen in der SPD und der Politik!
Ein Tag im Leben eines Abgeordneten
Donnerstagmorgen, 12. November 2009: Ein grauer Herbstmorgen, die S-Bahn ist überfüllt wie immer um diese Zeit. Andy Jauch steht mitten im Gedrängel, in der einen Hand der Koffer mit den Unterlagen für den Tag, in der anderen ein Becher Kaffee, gerade eben noch schnell auf dem Weg zum Bahnhof gekauft. Heute ist Sitzungstag. Alle zwei Wochen treffen sich die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses zu ihrer Plenarsitzung, um über die wichtigen Fragen Berlins zu diskutieren und abzustimmen, von Kindertagesstätten, über die S-Bahn-Krise bis hin zur Schweinegrippe. Die Themen sind vielfältig für diese Stadt. Die Arbeit der Abgeordneten beschränkt sich lange nicht auf das Plenum. „Das was der Bürger im Fernsehen sieht, ist der Anfang und das Ende eines Prozesses. Er kann sehen, wie ein Gesetz eingebracht und wie es am Ende verabschiedet wird. Die eigentliche Arbeit aber findet zwischendurch statt, in den Ausschüssen oder vorher in der Diskussion innerhalb einer Fraktion und zwischen den Koalitionspartnern“, erklärt Andy Jauch etwas aus der Puste, nachdem er am Südkreuz mit Mühe und Not die Anschluss-S-Bahn geschafft hat. „Hier wird die meiste Arbeit gemacht!“ Arbeit ist das Stichwort: Schnell noch einen Kaffee auf dem Weg zum Büro und dann ran an die selbige. Zunächst muss die Post bearbeitet werden, und davon erhält ein Abgeordneter nicht wenig. Immerhin ist er ein wichtiger Ansprechpartner für Geschäftsleute, Kulturschaffende und natürlich für den Wähler im Wahlkreis. Die Büroarbeit gestaltet sich dabei nicht immer einfach, da die Büros im Abgeordnetenhaus nicht sonderlich großzügig angelegt sind, vielleicht 12 m² mehr nicht – für zwei Abgeordnete! Aber für sein Büro bleibt Jauch heute sowieso nicht viel Zeit. Um 09.30 Uhr steht die Sitzung des Kuratoriums (eine Art Aufsichtsrat für öffentliche Stiftungen) der Landeszentrale für politische Bildung auf dem Programm. Deren Aufgabe ist es unter anderem, Schulen kostenlos Lehrmaterialien zur Verfügung zu stellen. Da sich die Landeszentrale für politische Bildung aus öffentlichen Geldern finanziert, ist es Aufgabe der Abgeordneten zu kontrollieren, ob verantwortungsbewusst mit den Mitteln umgegangen wird. Danach zeigt sich, dass ein Abgeordneter auch manchmal an mehreren Orten gleichzeitig sein muss. Um 11 Uhr begrüßt er eine Besuchergruppe aus Treptow-Köpenick, parallel dazu findet die Sitzung der SPD-Fraktion statt, in der die wichtigen Themen für das Plenum am Nachmittag besprochen werden. Nach der Begrüßung -während die Besuchergruppe zunächst einen Film zu Geschichte des Gebäudes gezeigt bekommt und anschließend durch das Abgeordnetenhaus geführt wird – geht es schnell zur Fraktionssitzung, bevor er dann um 12.00 Uhr gemeinsam mit Abgeordneten aller Fraktionen den Besuchern Rede und Antwort steht. Um 13.00 Uhr geht es dann zum Plenum: Reden, Diskussionen, Abstimmungen und zwischendurch immer wieder wichtige Gespräche. „Wenn der Plenarsaal mal nicht so voll ist“, so Jauch, „liegt es nicht daran, dass die Abgeordneten alle nach Hause gehen würden, sondern dass zwischendurch noch viele andere wichtige Dinge für die Stadt und die Wahlkreisarbeit zu besprechend sind.“ Doch gilt es in der Nähe zu bleiben, denn es kann jeder Zeit zu einer wichtigen Abstimmung kommen, bei der alle Abgeordneten anwesend sein müssen. Um 22.30 Uhr ist endlich Feierabend. Jetzt gilt es für Andy Jauch schnell nach Hause zu kommen, um wenigstens noch ein bisschen Zeit mit seiner Frau zu verbringen. Es ist spät wie immer, aber daran hat er sich gewöhnt: „Als Abgeordneter ist an geregelte Arbeitszeiten nicht zu denken. Aber das wusste ich, bevor ich kandidiert habe. Es ist eine Herausforderung dabei zu helfen die Stadt voranzubringen und Spaß macht es ja auch meistens.“
RG
Der Wochenplan eines Abgeordneten
Tag |
Zeit |
Termin |
Montag, 09.11.2009 |
Vormittag |
Vorbereitung der Sitzungsunterlagen für Fraktionssitzung, SPD-Kreisvorstand, Ausschuss Europa, Medien und Berlin-Brandenburg |
Ab 13.00 |
20 Jahre friedliche Revolution (Festivitäten Sonnenallee) |
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18.30 – 17.00 |
20 Jahre friedliche Revolution (Brandenburger Tor) |
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Dienstag, 10.11.2009 |
07.30 |
Abstimmungsrunde der SPD-Mandatsträger in Treptow-Köpenick |
10.00 |
Sitzung Petitionsausschuss |
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13.30 |
Abstimmungsrunde der Abgeordneten aus Treptow-Köpenick |
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14.00 |
Vorbereitung der Fraktionssitzung |
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15.00 |
Fraktionssitzung |
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18.30 – 22.30 |
Kreisvorstand SPD Treptow-Köpenick |
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Mittwoch, 11.11.2009 |
09.00 |
Vorbesprechung Ausschuss Europa, Bund, Medien |
10.00 |
Ausschuss Europa, Bund, Medien |
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14.30 |
Treffen Bürgerverein Baumschulenweg: Koordination anstehender Projekte |
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18.00 |
Treffen mit Investoren für Treptow-Köpenick |
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Donnerstag, 12.11.2009 |
09.30 |
Kuratoriumssitzung Landeszentrale für politische Bildung |
11.00-12.30 |
Besuchergruppe aus Baumschulenweg |
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11.00 |
Fraktionssitzung |
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13.00 – 22.00 |
Plenum |
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Freitag, 13.11.2009 |
10:00 |
Treffen mit Baugruppen im Kunger Kiez |
12:30 |
KungerIni Kiezgalerie |
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14:00 |
Aktenstudium (Petitionen) |
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Samstag, 14.11.2009 |
10:00 - 12:00 |
Info - Stand |
Sonntag,15.11.2009 |
11:00 - 12:30 |
Frühschoppen mit Multiplikatoren in Baumschulenweg |
18:00 |
Badminton (Jusos, Windworkers und andere)
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Wichtige Stationen in meinem Leben!
Das Licht der Welt erblickte ich am 20. Januar 1976 in Potsdam. Aufgewachsen bin ich allerdings in Berlin. Ich fühle mich als Berliner auch „wenn ick nich’ so janz „waschecht“ bin.“
Nach meinem Abitur mit den Schwerpunktthemen Wirtschaft und Mathematik, ging ich 1996 als Wehrdienstleistender für 10 Monate zur Raketenartillerie nach Eggesin in Mecklenburg-Vorpommern. Anschließend habe ich mein Studium der Politikwissenschaften und der Teilgebiete des Rechts an der Freien Universität Berlin aufgenommen. Schwerpunkt meines Studiums waren die Gebiete Internationale Beziehungen und Wirtschaftspolitik. Im Winter 2001 habe ich mein Politikstudium erfolgreich abgeschlossen.
Finanzieren konnte ich mein Studium durch Nebenjobs. Unter anderem zwei Jahre bei der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Treptow und später Treptow-Köpenick. Hier habe ich mir einen umfassenden Überblick vom Bezirk erarbeiten können. Ich bin der Meinung, dass dieses eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Politik ist.
Beruflich bin ich im ortsansässigen Familienunternehmen tätig. Wir sind eine in den neuen Bundesländern agierende Handelsvertretung für die Baumarktindustrie. In meinem Beruf habe ich gelernt, mich für die Interessen meiner Partner stark zu machen.
Wichtige Stationen in der SPD und der Politik!
1998 bin ich in die SPD eingetreten. Die Umbruchstimmung, die nach 16 Jahren „Kohl“ im Land vorherrschte, hat mich bewogen diesen Prozess aktiv mitzugestalten.
1999 konnte ich mein Organisationstalent als Wahlkampfbeauftragter für unseren Kreis unter beweis stellen.
Als junger SPDler war ich natürlich auch bei den Jusos aktiv. Von 1999 – 2002 war ich stellvertretender Kreisvorsitzender der JUSOs – Treptow und später Treptow-Köpenick.
Im Jahr 2000 wurde ich von der SPD-Baumschulenweg zum Abteilungsvorsitzenden gewählt. In dieser Funktion wurde ich nun bereits 3 Mal bestätigt (2002, 2004 und 2006), damit die Arbeit vor Ort kontinuierlich vorangetrieben werden kann.
Ebenfalls seit dem Jahr 2000 gehöre ich dem Kreisvorstand der SPD Treptow-Köpenick an.
„Jeder fängt mal klein an“. Auf der politischen Bühne laufen gelernt, habe ich seit dem Jahr 2000 in der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick. Zuerst als Bürgerdeputierter im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus, später dann als Bezirksverordneter. Der Schwerpunkt Wirtschaft ist geblieben, Sport kam hinzu.


